Familie

Soziale Kontakte sind die beste Medizin

One Million Dreams
25. November 2020
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Verblüffend, was Studien beweisen: Wer viele soziale Kontakte hat, stärkt damit auch Herz, Gelenke, Gedächtnis und mehr.

Es ist vielfach wissenschaftlich bewiesen: Wer gesund bleiben will, der sollte seine sozialen Kontakte pflegen, denn Familie, Freunde und Nachbarn stärken und schützen nicht nur das seelische Wohlergehen, sondern auch den Organismus.

Gemeinsame Bewegung hält Knochen und Gelenke lange fit

Es gibt kaum etwas besseres für die Gesundheit unserer Knochen und Gelenke als Bewegung. Viele Studien haben nachgewiesen, dass Freunde und Familie den Grundstein dafür legen, ob wir viel tun oder nicht. Körperliche Aktivität ist die wichtigste Vorbeugung gegen den Abbau von Knochensubstanz. Und auch bei Arthrose hilft vor allem Bewegung, den angegriffenen Gelenkknorpel zu kräftigen. Gemeinsam macht das mehr Spaß: Radausflüge oder lange Spaziergänge, kegeln zu gehen oder mal ein Besuch im Schwimmbad.

Soziale Kontakte stärken das Immunsystem

Auch unsere Abwehrkräfte wollen trainiert werden: Wenn wir uns mit der Familie treffen, mit Kindern und Enkelkindern, sorgen wir dafür, dass unser Immunsystem viel zu tun hat. Kommt es mit vielen menschlichen Keimen in Kontakt, entwickelt es dabei ein „immunologisches Gedächtnis“: Es merkt sich die Keime und kann bei einem späteren Befall schnell auf sie reagieren. Auch Impfungen funktionieren so: Dabei speichert der Körper die verabreichten

Erreger in diesem Gedächtnis und kann sie im Ernstfall schnell bekämpfen. Eine Familie stimuliert ihre Abwehr also wie eine gute Impfung.

Familie und Freunde sind gut für Herz und Kreislauf

Familienkontakte sind ein effektiver Herzschutz. Alleinsein wiederum ist schlecht für unsere Herzgesundheit. Fehlen soziale Kontakte, steigt das Risiko einer Herzerkrankung oder eines Schlaganfalls um ein Drittel. Ein Grund dafür: Einsame Menschen leben meist ungesünder, sie rauchen und trinken mehr, treiben seltener Sport. Das führt zu Bluthochdruck und schädigt Herz und Gefäße.

Das Zusammensein schützt vor Allergien

Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis – Allergien sind weit verbreitet. Heute weiß man, dass ein wichtiger Auslöser dafür Stress sein kann. Und auch das ist inzwischen bekannt: Einsamkeit sorgt für einen hohen Spiegel des Stresshormons Cortisol im Blut. Wissenschaftler fanden heraus, dass einsame Menschen häufiger an stillen Entzündungen leiden, die Unverträglichkeiten und Allergien auslösen können. Die gute Botschaft: Beim netten Zusammensein mit der Familie oder Freunden bauen sich Stresshormone aber schnell wieder ab.

Soziale Kontakte machen die Seele stark

Studien belegen: Wenn Familien füreinander da sind und aufeinander achten, stärkt das auch die Psyche. Wir sind dann weniger anfällig für Erkrankungen wie Depressionen und Ängste. Besonders für Ältere gilt: Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte – von der Familie über Nachbarn bis hin zu Bekannten. Nutzen Sie Seniorentreffs in Ihrer Gemeinde. Auch ein Haustier ist eine wertvolle Gesellschaft.

Austausch mit anderen beugt Demenz vor

Kontakt zu Familiemitgliedern hält das Gedächtnis jung: Für das Gehirn ist der Gedankenaustausch mit anderen Menschen eine Art Training. Denn auch für das Gedächtnis gilt: Wer rastet, der rostet. Wer regen Kontakt zu Kindern und Enkeln hat, stimuliert damit zugleich andere Gehirnzellen als die gewohnten. Kinder gehen phantasievoller und spielerischer an viele Dinge heran – und regen uns auf diese Weise zum Um- oder Überdenken alltäglicher Situationen an. Das ist wie eine Frischzellenkur für unser Gehirn.

Soziale Kontakte verlängern die Lebenszeit

Familie und Nachbarn sind die ersten Helfer, wenn uns etwas passiert – gerade bei Herzinfarkt und Schlaganfall ist schnelle Hilfe überlebenswichtig. So belegt eine US-Studie auch, dass Einsamkeit oder Alleinleben ein Risiko für vorzeitigen Tod darstellt. Soziale Kontakte reduzieren das frühe Sterberisiko um 50 Prozent. Eine weitere Untersuchung wies nach, dass Einsamkeit für die Gesundheit so schädlich ist wie Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel. Vor allem bei Männern wächst die Gefahr zu erkranken, wenn enge Bindungen fehlen.

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